Ist Alli die Wunderwaffe gegen Übergewicht?

Die Wirkungsweise von Alli ist ähnlich wie beim Diätmittel Xenical, jedoch enthält das Präparat den Wirkstoff Orlistat in geringerer Dosierung.
 
Der Arzneistoff wird innerhalb einer Reduktionsdiät zur Behandlung von Adipositas eingesetzt und greift unmittelbar in die Fettaufnahme des Körpers ein.
 
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Alli fördert die teilweise Ausscheidung unverdauter Fette und kann beim Abnehmen helfen. Allerdings hat das Diätmittel auch zahlreiche Nebenwirkungen.
 
 
 
 
Die Wirkungsweise von Alli und Orlistat

Alli ist als Diätmittel zugelassen, im Gegensatz zu Xenical enthält das Präparat jedoch nur die Hälfte des Wirkstoffs Orlistat.

Der Arzneistoff ist in der Lage, die über die Nahrung aufgenommenen Fette teilweise zu binden, welche unverdaut ausgeschieden werden.
 
Dabei beeinflusst Orlistat zwei wichtige Enzyme. Diese übernehmen bei der Verdauung relevante Funktionen und sind für die Fettablagerung im Körper verantwortlich.

Das Diätmittel sollte im Rahmen einer gesunden, fettarmen und ausgewogenen Ernährung eingenommen werden. Mit Alli ist es jedoch nicht möglich, in kurzer Zeit Gewicht zu reduzieren. Das Präparat mindert lediglich die Fetteinlagerung im Körper, was keinerlei Einfluss auf den Zuckerabbau hat. Wer viel Kohlenhydrate zu sich nimmt, hat kaum eine Chance überflüssige Pfunde loszuwerden.

 
 
Alli wirkt nur im Zusammenspiel mit einer gesunden Ernährung

Wer die Ernährungsgewohnheiten nicht umstellt und nur auf das Diätmittel setzt, kann das Körpergewicht um maximal fünf Kilogramm im Jahr reduzieren. Für eine erfolgreiche Diät ist es somit wichtig, eine gesunde und ausgewogene Ernährung in den Diätplan miteinzubeziehen. Alli ist ein Diät unterstützendes Präparat und es kann nur dann Fette im Körper chemisch binden, wenn es durch eine gezielte Ernährung dabei unterstützt wird.

Alli wird von manchen Experten kritisiert. Es steht im Verdacht, sich nur einseitig auf den Fettstoffwechsel auszuwirken. Anwender müssen daher den Zuckerkonsum stark reduzieren, um erfolgreich abnehmen zu können.
 
Softdrinks und Süßigkeiten sind während einer Diät ein absolutes Tabu. Ein weiterer Nachteil von Alli wird bei der Wirkungsweise sichtbar.
 
Durch den Abbau von Fett werden ebenfalls lösliche Vitamine aus dem Körper ausgeschieden. Um einen drohenden Vitaminmangel zu vermeiden, sollten zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.
 
 
Sind viele Nebenwirkungen bei einer Diät zumutbar?

Alli ist für Personen geeignet, die einen Body-Mass-Index von mehr als 28 haben. Unterschreitet das Körpergewicht den groben Richtwert, sollte auf ein anderes Diätpräparat zurückgegriffen werden. Es ist anzuraten, das Diätmittel dreimal täglich vor den Malzeiten einzunehmen, jedoch nicht länger als über einen Zeitraum von sechs Monaten.

Alli hat, wie auch das artverwandte Präparat Xenical, sehr viele Nebenwirkungen. Zu den häufigsten Symptomen zählen Blähungen mit schmierigem Austritt sowie fettiger, wässriger, weicher und öliger Stuhl. Weiterhin kann vermehrter und plötzlicher Stuhldrang zu den Begleiterscheinungen gehören. Magen- und Bauchschmerzen, Inkontinenz und Beklemmungen komplettieren die Liste der möglichen Nebenwirkungen. Die genannten Symptome können bei rund einem Zehntel der Anwender auftreten. Aufgrund der zahlreichen unerwünschten Eigenschaften sollte gut überlegt werden, ob es sich lohnt, die erheblichen Nebenwirkungen für ein paar Kilo weniger in Kauf zu nehmen.

 

Fazit: Effizienter Wirkstoff mit zahlreichen Begleiterscheinungen

In erster Linie muss jeder selbst abwägen, ob Alli in Anbetracht der zahlreichen Nebenwirkungen ein Erfolg versprechendes Mittel zur Gewichtsreduktion ist. Der Wirkstoff Orlistat kann das eingelagerte Fett effizient binden, allerdings nur in Kombination mit einer Ernährungsumstellung.

 
Auch viel Sport und Bewegung wirkt sich unterstützend auf die Fettverbrennung aus. Aufgrund der negativen Eigenschaften ist Alli eher nicht zu empfehlen.
 
Alli
 
 
 

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